Am 22. Juni ist es soweit, endlich wird wieder der Backpack auf den Rücken geschnallt! Diesmal geht es auf den afrikanischen Kontinent,so ziemlich ins Herz von Afrika: nach Ruanda. Sicherlich kein gewöhnliches Reiseland, bei dessen Erwähnung erst einmal die Alarmglocken angehen: Ist das nicht das Land, indem der grausame Völkermord an den Tutsis geschah? Ja, das ist es. Aber es ist auch das Land der tausend Hügel und der berühmten Berggorillas, deren Leben Dian Fossey dokumentierte. Soweit mein begrenzter Ausschnitt aus einem Land so groß wie Rheinland-Pfalz, allerdings von acht Millionen Menschen besiedelt!
Ziel dieser Reise: das bruchstückhafte Wissen um persönliche Eindrücke erweitern! Achja, und nicht zu vergessen: eine Brücke bauen, der eigentliche Anlass der Unternehmung. In Kooperation mit der Non-Profit-Organisation Bridges to Prosperity baue ich zusammen mit neun Arbeitskollegen eine 60 Meter lange Hängebrücke über den Fluss Bokakwe in der Südprovinz. Nach vierzehn Tagen harter Arbeit - Hilfsmittel sind vor allem die eigenen Hände und Körperkraft - geht es zunächst in den Vulkan-Nationalpark im Norden, um die berühmtesten tierischen Bewohner Ruandas, die Silberrücken zu besuchen. Dann verabschiede ich meine Kollegen und mache mich alleine auf in den Süden, in den Nyungwe-Wald. Zum Abschluss der Tour geht es im Osten des Landes im Akagera-Nationalpark auf Safari.
Leider führt die Route nicht fernab touristischer Pfade, was als weiße "Muzungu", allein auf Reisen und mit einem sehr begrenzten Wortschatz an Kinyarwanda wohl die sicherere Wahl ist. Dennoch hoffe ich während der ersten zwei Wochen im Projekt und in der Stadt Gisenyi, in der ich zwischenstoppe, auch vielen Ruandern zu begegnen...
Donnerstag, 20. Juni 2013
Abonnieren
Posts (Atom)