Rund 1000 km vor der ecuadorianischen Küste liegen die Vulkaninseln des Kolumbusarchipels, besser bekannt unter Galápagos.
Ihren Namen haben die über 100 Inseln von der nur hier beheimateten Galápagosschildkröte zu verdanken, die nach Ihrem sattelförmigen Panzer benannt ist. Die Galápagosschildkröte, Spanisch für Wulstsattel-Schildkröte, ist eine Landschildkröte mit Rekordmaßen: ihr Panzer ist größer als die meisten Wohnzimmertische, sie wiegt um die 200 kilo (!!!) und wird rund 170 Jahre alt!
Schon seit 1959 sind die schützenswerten Inseln Nationalpark. Denn bekannt sind die Galápagosinseln vor allem für ihre einzigartige Tierwelt. Iguanas, Echsen, die aus Urzeiten zu stammen scheinen, leben hier als stünde die Zeit still und als gäbe es den Menschen noch gar nicht. Dazu ein ornithologisches Paradies mit 150 Vogelarten wie dem blaufüßigen Tölpel, der vom Aussterben bedrohte Galápagospinguin, Seerobben und -löwen und die rote Klippenkrabbe, die die Ufer besiedeln und eine einzigartige Unterwasserwelt, deren Hammerhaie, Mantarochen und Walhaie jeden Taucher begeistern.
Nur fünf der Inseln sind besiedelt, weswegen ich wie die meisten Besucher eine Segeltour, auf einem 8-Mann-Segelboot plus dreiköpfiger Crew unternommen habe. Tagsüber besuchten wir Traumstrände mit weißem, gelbem, rotem, grünem oder schwarzem Sand, an denen die Robbenmütter ihre einwochenalten Babys säugten, kletterten über bizarre Landschaften aus Lavagestein und besuchten die vielen Vögel, die in aller Seelenruhe vor unserer Nase brüteten. Beim Schnorcheln kamen die Robben zum Spielen vorbei und beim Tauchen schwamm eine Schule aus etwa 20 Hammerhaien unter uns her! Ich kann nur sagen, diese Inseln sind in jeder Hinsicht ein Paradies!