Montag, 1. September 2008

Peru

Auf der Peruanischen Seite des Titikakasees liegen die Islas Flotantes, 40 schwimmende Inseln aus Schilfgras, auf denen etwa 2000 Abkoemmlinge der Aymaras leben. Von Puno aus haben wir diese Inseln besichtigt, die heute nur noch fuer den Tourismus existieren. Trotzdem, die wohl seltsamste Lebensweise, von der ich je erfahren habe: auf einer Insel von etwa zehn mal zehn Metern Ausmass leben etwa fuenf Familien in Schilfgrashuetten, teilweise mit Solarzellen bestueckt, welche Radio und Fernsehen speisen, ansonsten nur durch Bootverkehr mit dem Festland verbunden. Sogar drei Schulen gibt es in dieser vom Fischfang und Tourismus lebenden Inselgemeinde.



Von Puno aus ging es per InkaExpress weiter nach Cusco, von wo aus wir eine dreitaegige Tour zum Machupicchu gemacht haben: Erster Tag 4.200 Hoehenmeter im Auto ueber serpentinenreiche Strasse an beaengstigend tiefen Abgruenden und mit atemberaubender Aussicht. Oben angekommen umgesattelt auf Mountainbikes von dubioser Qualitaet und 3000 Hoehenmeter zusammen mit LKWs auf Schotterpiste wieder runter. Auf dem Fahrrad hat man den Klimawechsel innerhalb der fuenf Stunden Abfahrt gespuert, je tiefer wir kamen, desto tropischer wurde es, anstatt schneebedeckter Berggipfel passierten wir nun Palmen und bunte Blumen auf unserem Weg ins Tal in ein kleines abgelegenes Doerfchen, in dessen Thermen wir am abend unsere mueden Knochen getaucht haben.

Zweiter Tag acht Stunden Fussmarsch doch tropische Landschaft inmitten der Berge. Zunaechst Aufstieg zu einem Wasser Fall. Oder doch nicht, unser Guide hatte sich vertan, der Wasserfall war auf dem naechsten Berg! Also wieder abgestiegen und naechsten Berg rauf, alles fuer eine kurze Dusche inmitten Ameisen und Schmetterlingen... Die zweite Haelfte des Tages sind wir ueber Eisenbahnschienen nach Aguas Calientes getreckt.

Dritter Tag begann frueh morgens um 4 Uhr. Um 4.30 Uhr haben wir uns von Aguas Calientes aus an den Aufstieg zu Machupicchu, der ehemaligen Inkastaette auf gleichnamigen Berg gemacht: 1000 Hoehenmetter Aufstieg ueber Treppenstufen! Um sechs Uhr morgens bin ich schweissgebadet in Machupicchu angekommen, welches noch fast voellig im Nebel lag. Danach nochmal 40 Minuten Aufstieg ueber Treppenstufen, um Machupicchu von oben zu betrachten, waehrend sich die Nebelschwaden lichten und den Blick auf die Inkastaette in der unglaublichen Bergkulisse freigeben...

Am selben abend ging es noch zurueck nach Cusco, von wo aus ich mich morgen auf den dreitaegigen Weg nach Ecuador aufmache...